Aktuelles

25 JAHRE KarEn - 25 JAHRE GELEBTE SOLIDARITÄT:
Kuba braucht jetzt dringend unsere Unterstützung!

„Irma“, der seit 85 Jahren stärkste Hurrikan, der die Karibikregion heimsuchte (Kategorie 5), hat auf seinem Wege entlang der kubanischen Nordküste - beginnend mit Baracoa und den Inseln und Küsten der Provinzen Holguín und Las Tunas

und dann durch den Norden der Provinzen Camagüey, Ciego de Ávila, Sancti Spíritus, Villa Clara und Matanzas eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Bei seinem Kurswechsel nach Norden erreichten die Stürme Havanna und die Küstengebiete der Provinzen Mayabeque und Artemisa und drückten das Meer weit in die Hauptstadt. Schwere Schäden entstanden. Diese wurden durch die Flutwelle und, bis ins Landesinnere reichend, durch Stürme und starke Regenfälle verursacht.

Landwirtschaft, Industrie, Infrastruktur und Dienstleistungen sind betroffen. So sind z.B. auf rund 300.000 ha die Zuckerrohr-Anbauflächen schwer geschädigt worden. Große Schäden gab es in der übrigen Landwirtschaft Kubas.

Durch die Einwirkungen des Hurrikans fiel in den Kraftwerken der nördlichen Küstenstädte das kubanische Elektroenergienetz aus. Herabgerissene Leitungen erzwangen umfangreiche Abschaltungen der örtlichen Stromversorgung.
Solarparks und Panele der Nordgebiete mussten vorsorglich demontiert, Windkraftgeneratoren aus dem Wind gestellt werden.

Die Berichte der deutschen Medien informierten fast ausschließlich über die Schäden und Menschenverluste in Florida. Kuba, weil sozialistisch, wurde kaum erwähnt. Dabei gilt selbst nach Aussagen von Bürgermeistern in den USA der Katastrophenschutz Kubas als vorbildlich. So wurden bis zu eine Million der Einwohner dieser Gebiete evakuiert und in relativ sicheren Räumen untergebracht.

Leider waren, einer Information des Stabes der Zivilverteidigung zufolge, diesmal doch zehn Hurrikanopfer in Kuba zu beklagen: drei (in verschiedenen ländlichen Provinzen), die in ihren instabilen Häusern blieben, anstatt sich evakuieren zu lassen, sodann (in Havanna) zwei Opfer von tödlichen Stromschlägen; zwei wurden in einem Bus von einem abstürzenden Balkon erschlagen, zwei in einem Haus beim Einsturz des Daches, und eine ältere Kubanerin ertrank in den Wassermassen. Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen und dem ganzen kubanischen Volk.

Dank der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender konnte KarEn bereits eine Soforthilfe in Höhe von 20.000 € nach Kuba überweisen.

Bis 20. Oktober erhielten wir 124.117 € an Spenden für die Beseitigung der Schäden des Hurrikans "Irma".

Bisher wurden 110.800 € an Kuba überwiesen, davon 40.000 € an Havanna, um 30 zerstörte Wohnhäuser in Boyeros instand zu setzen.

Danke, danke allen Spendern für die großartige Unterstützung!

Wir setzen die Spendenaktion fort und KarEn ruft weiterhin die Freunde Kubas auf:

Spenden Sie für die Beseitigung der großen Schäden!

Kennwort: Hurrikan "Irma"

Ausfürliche und aktuelle Informationen zu den Auswirkungen des Hurrikans "Irma" und zu den Aufräumarbeiten sowie zu Hilfsaktionen stellen unter anderem das Netzwerk Kuba und die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba zusammen

Mit solidarischen Grüßen
Der Vorstand von KarEn e.V.

Unsere Bankverbindung:
IBAN DE78 100 100 100 589 463 104 (Konto bei der Postbank Berlin)
BIC: PBNKDEFF