Aktuelles

Kuba wird den Weg Fidels weiter gehen und dafür benötigt es unsere umfassende Solidarität!

Rückblick und Ausblick - das Jahr 2016 geht zu Ende, ein Grund um über Erfolge und Probleme der solidarischen Arbeit von KarEn zu informieren.

Das Jahr 2016 war dank der großartigen Solidarität vieler Freunde Kubas sehr erfolgreich. So konnte die Spendeneinwerbung für die "Elektrifizierung der 127 Häuser der Familien der Bergbauern in den Municipios Candelaria und San Cristobal" mit einem Ergebnis von 284.580 € abgeschlossen werden. Die über 50 Häuser in Candelaria erhielten bereits die Solaranlagen und haben Strom. Ab März 2017 werden auch die über 70 Häuser in San Cristobal Solarstrom erhalten.

Für Kuba war das abgelaufene Jahr kein einfaches. Immer noch ist das Land – trotz einiger Verbesserungen, die Barack Obama doch sehr zögerlich bewirkt hat - einer umfassenden Blockade durch die USA ausgesetzt, was sich in recht begrenzten wirtschaftlichen Fortschritten niederschlägt. Am 25.11.2016 verstarb der Führer der kubanischen Revolution, Fidel Castro, der bis zuletzt die Politik der USA anmahnte. Denn mit einem US-Präsidenten Trump drohen neue Gefahren. Eine reaktionäre „Gegen-Wende“, wie sie in den größten Ländern Südamerikas vor sich geht, droht seit längerem schon in Venezuela, einem bislang treuen Partner Kubas, und auch weiteren Ländern der ALBA-Staatengruppe. Es bleibt also „stürmisch“.
Daher ist und bleibt neben politischer auch die materielle Solidarität ein wichtiger Bereich der Solibewegung in Deutschland. KarEn widmet sich dabei mit seinen begrenzten Möglichkeiten der Unterstützung sowohl der „Revolución energética“(energetischen Revolution) als auch des schrittweisen Vorankommens in Kuba bei der Erreichung der „Soberanía alimentaria“ (Nahrungsmittelsouveränität). Denn ohne beides ist es wohl kaum denkbar, eine aufblühende und tragfähige sozialistische Gesellschaft zu errichten.
Davon zeugen vor allem auch unsere Aktivitäten für die solare Elektrifizierung der abgelegenen Häuser der Bergbauern.
Unser Projekt zur Verbesserung der Wasserversorgung für Mensch, Tier und Pflanzen mit photovoltaischen Pumpsystemen in den südlichen Randgebieten der kubanischen Hauptstadt Havanna und im bolivianischen Altiplano – der kalten Hochebene in den Anden südwestlich von La Paz - ist erfolgreich abgeschlossen worden.

Leider gab es 2016 einen Anlass, auch wieder einmal außerplanmäßig humanitäre Hilfe zu leisten: Nach dem Durchmarsch des Hurrikans „Matthew“ durch die kubanische Ostprovinz Guantánamo entschlossen wir uns zu einer Sonderspendenaktion zugunsten der Geschädigten; dabei haben viele Spender es uns möglich gemacht, 40.000 Euro nach Kuba zu überweisen.

Ende 2016 übernahm KarEn ein neues Projekt: "Gemüse für die Kinder der Bergbauern". Im Bergvorland von Candelaria und San Cristobal wollen wir vorhandene Brunnen mit photovoltaischen Pumpen, einschließlich Zubehör wie Schläuche, Sprenger und Tanks, ausstatten. Im Januar beginnen die Vorarbeiten – in Gestalt einer Inspektion sowie Vermessung der 16 Brunnen, die von den Munizipien (Kreise) für eine solche Ausrüstung vorgesehen wurden. Die Spendeneinwerbung dafür hat bereits im November 2016 begonnen und läuft mit guten Ergebnissen in das neue Jahr. D.h. unsere Spender haben verstanden, wie wichtig diese Aufgabenstellung für die Landwirtschaft in Regionen ist, die keine bzw. keine stabile Stromversorgung für die Pumpsysteme – also die „künstliche“Bewässerung – haben (da ja mit der globalen Klimaveränderung auch auf Kuba die „natürlichen“ Niederschläge unregelmäßiger und insgesamt seltener werden.

Insgesamt benötigt KarEn für dieses Projekt 235.000 €.

Wir wenden uns an die Freunde Kubas:
Spenden Sie auch für dieses lebensverbessernde Projekt

Kennwort: Gemüse für die Kinder der Bergbauern

Wir wünschen allen Freundinnen und Freunden Cubas und allen Spenderinnen und Spendern einen guten Start in das Jahr 2017.

Mit solidarischen Grüßen
Der Vorstand von KarEn e.V.

Spendenkonto: KarEn e.V
Postbank Berlin
IBAN DE 78 100 100 100 589463104
BIC PBNKDEFF